Vision - Was wir wollen

Zielgruppe

Das Projekt wendet sich an Psychiatrie-Erfahrene Frauen und Männer, die eine Erwerbsunfähigkeitsrente beziehen und gern wieder oder erstmalig ein reguläres Teilzeitarbeitsleben beginnen wollen (max 15 Std./Woche). Angesprochen sind auch Menschen mit einer Erwerbsminderungsrente und/oder anerkannter Behinderung. Gemeinsam werden ihre Kompetenzen und Fähigkeiten im Hinblick auf eine berufliche Perspektive erarbeitet, mit der ein für sie passender Arbeitsplatz gesucht wird.

Fachliche Grundlagen

Die ganzheitliche, systemische und ressourcenorientierte Einstellung ist die Grundlage unseres fachlichen Handelns. Sie wird unterstützt durch den Recovery-Ansatz, der u.a. die Einbeziehung der lebensweltlichen persönlichen Erfahrungen in den Prozess von Genesung und Stabilisierung beschreibt. Auf dieser Basis verstehen wir uns als Partner und Wegbegleiter von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung bei ihrer Teilhabe am Arbeitsleben.
Das Kölner Instrumentarium bietet eine weitere Grundlage zur Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen, das Modell der „virtuellen Werkstatt“ der Saarland Heilstätten GmbH (SHG) in Saarbrücken zeigt eindrucksvoll die Bereitschaft von Unternehmen, die Mitarbeit von Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung zu ermöglichen.
Wir sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP).
Gesetzliche Grundlagen
"Förderungen von Zuverdienstmöglichkeiten bei Erwerbsminderung und bei einer Erwerbsfähigkeit unter drei Stunden sind als Aktivierungsleistung, als Eingliederungshilfeleistung und als Hilfe in besonderen Lebenslagen im Sozialgesetzbuch XII - Sozialhilfe verankert. Für Empfänger von Sozialhilfe als Hilfe zum Lebensunterhalt (vorübergehend unter drei Stunden erwerbsfähig) und Beziehern von Grundsicherung wegen Erwerbsminderung (nach Kapitel 6 des SGB XII) ist der Sozialhilfeträger verpfichtet, nach § 11 Arbeitsgelegenheiten zur Unterstützung und Aktivierung vorzuhalten. Auch eine entsprechende fachliche Begleitung ist zu gewährleisten. .... Ein individueller Rechtsanspruch ist jedoch nicht abzuleiten.
Solch ein individueller Rechtsanspruch auf eine angemessene Tätigkeit besteht jedoch im Rahmen der Eingliederungshilfe. Im § 53 f SGB XII ist der Anspruch auf Förderung einer angemessenen Tätigkeit festgeschrieben, auch wenn er nicht explizit in der Aufzählung der Leistungen in § 54 aufgeführt ist. Voraussetzung ist hier die Anerkennung einer wesentlichen Behinderung und die Bedürftigkeit. Einkommen – z. B. durch eine Erwerbsminderungsrente durch die Rentenversicherung – ab einer bestimmten Grenze (doppelter Eckregelsatz plus Kosten für Unterkunft) wie auch Vermögen wird angerechnet. Denkbar ist hier auch die Leistungsgewährung in Form eines persönlichen Budgets." (Dokumentation Fachtag Zuverdienst 07. Mai und 08. Mai 2013, S. 7)

http://www.bag-if.de/wp-content/uploads/2013/07/Dokumentation_Fachtag_ZV.pdf